News und Events

Logo des Vereins – bunte, lachende Hände in verschiedenen Farben, teils in Rollstuhlform, symbolisieren Vielfalt, Freude und Inklusion.

Infoveranstaltung "Vorbehalte unbegründet" die 2.

Wir möchten Sie herzlich zu unserer Infoveranstaltung „Vorbehalte unbegründet“ einladen.
Die Veranstaltung findet am 20.03.2026 von 9 bis 12 Uhr in der Bahnhofstraße 32, 09648
Mittweida in den barrierefreien Räumlichkeiten der Werkbank 32 (Networking Area –
Wäscherei) statt.
Der Verein Arbeit und Toleranz e.V. aus Mittweida möchte helfen, Arbeitgeber aus der
Region direkt zum Thema Beschäftigung von Menschen mit Handicap anzusprechen und zu
informieren, wie Inklusion am Arbeitsplatz funktionieren kann. Fragen der Unternehmer
sollen zielführend beantwortet werden, um Vorbehalte, Fehlinformationen und Ängste aus
dem Weg zu räumen.
Wichtigster Punkt der Veranstaltung wird die Vorstellung eines Pilotprojektes sein. Seit
wenigen Wochen ist auf unserer neuen barrierefreien Internetseite eine Plattform zur
Jobvermittlung zu finden. Dieses Onlineportal bietet sowohl Unternehmern als auch
Menschen mit Behinderung Zugang zu einer inklusiven Arbeitswelt.
Wir werden die innovativen Möglichkeiten, die Handhabung und den Mehrwert für
Arbeitgeber und für Menschen mit Behinderung vorstellen.
Geplant ist von 9:00 Uhr bis ca. 11:00 Uhr der offizielle Teil, im Anschluss besteht die
Möglichkeit zu individuellen Einzelgesprächen.
Inklusion in Unternehmen lässt sich nicht verordnen. Helfen Sie mit, Vorbehalte abzubauen!

Unsere zweiten Spitzensportler bei "Spitzensport trifft Handicap" 2024

Die Sitzvolleyballer aus Leipzig vom sächsischen Landesstützpunkt im Sitzvolleyball. Sitzvolleyball ist eine Variante des Volleyballs, die unter anderem im Behindertensport verbreitet ist. Das Spiel wurde in den Niederlanden erfunden und orientiert sich am Volleyball. Es wurde so modifiziert, dass es auch von Menschen mit Behinderung gespielt werden kann. Sitzvolleyball wird auf dem Hallenboden sitzend gespielt.
Link zu Sitzvolleyball in Leipzig: https://www.lbrs-ev.de/gesundheitssport/sitzvolleyball/

Unser erster Spitzensportler bei "Spitzensport trifft Handicap" 2024

Sein Name ist Marco Thomä. Seine Sportart ist Trial-Biking.Er ist zweifacher Weltmeister, zweifacher Europacup Sieger, achtfacher deutscher Meister und fünffacher ostdeutscher Meister im Fahrrad Trial.
Hier könnt ihr euch näher über ihn informieren: https://marcothomae.de/

Spitzensport trifft Handicap 2024

Wir planen gemeinsam mit dem Leichtathletikverein LV Mittweida 09 e.V. die dritte Veranstaltung „Spitzensport trifft Handicap“ am 14. April 2024 von 10 bis 16 Uhr in der Sporthalle am Schwanenteich in Mittweida.
Seid dabei und meldet euch an.

Fazit von „Vorbehalte unbegründet“

Die Mittweidaer Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft mbH hatte in Zusammenarbeit mit dem Verein Arbeit und Toleranz e.V. am 22.09.2023 zur Veranstaltung „Vorbehalte unbegründet “ herzlich eingeladen. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der MWE (Mittweidaer Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft mbH) TechnologiePark Mittweida GmbH, Leipziger Str. 27 in 09648 Mittweida statt. Sie war in der Veranstaltungsserie des Unternehmerstammtisches eingebunden.
Der Verein Arbeit und Toleranz e.V. aus Mittweida hatte sich an diesem Tag zum Ziel gesetzt, Mittweidaer Unternehmen über die Möglichkeiten bei der Einstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen zu informieren. Viele regionale Unternehmen klagen derzeit über Personalmangel und suchen neue Wege zur Schaffung, Erhalt und Sicherung von Arbeitskräften. Antje Ebermann eröffnete als Vereinsvorsitzende die Veranstaltung und freute sich als Vertreter der Stadt Mittweida den Beigeordneten Herrn Holger Müller zu begrüßen, der ein Grußwort des Bürgermeisters überbrachte. Darin wurde deutlich, dass sich auch die Stadtverwaltung als Arbeitgeber mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Als weitere Gäste hieß Frau Ebermann die Landtagsabgeordnete Frau Iris Firmenich, den Geschäftsführer der MWE Herrn Matthias Eberlein sowie zahlreiche Vertreter aus regionalen Unternehmen willkommen. Frau Ebermann stellte den Gästen die Dozenten der Veranstaltung vor. Dazu gehörten zwei Vertreterinnen des Integrationsamtes, ein Vertreter der EAA (Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber), eine Vertreterin des EutB (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung), eine sehbehinderte Arbeitnehmerin und ein Softwareentwickler aus Chemnitz.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden den Gästen zehn gute Gründe vorgestellt, einen Menschen mit Behinderung im Unternehmen einzustellen. Argumente wie zum Beispiel „mit Behinderung geht mehr als man denkt“, „von wegen unkündbar“, „Barrierefreiheit hat viele Gesichter“, „ausgeprägte Loyalität“ oder „kreative Teambildung“ zählten dazu. Dann übergab Frau Ebermann das Wort an Frau Schlegel. Die blinde Vertreterin des EutB schilderte ihren Werdegang. Sie bestätigte viele der vorab aufgezählten Argumente aus eigener Erfahrung und machte eindrücklich deutlich, dass Menschen mit Behinderung durchaus eine sehr gute Schulbildung vorweisen können und in ihrem Berufsleben in der Lage sind, führende Positionen auszufüllen und eigenverantwortlich zu arbeiten. Am Ende der Vorstellung hatten die Gäste die Möglichkeit die Gesprächsnotizen von Frau Schlegel anzusehen. Lesen konnte diese sicher niemand, da die Notizen in Brailleschrift ausgedruckt waren. Doch genau das beeindruckte die Gäste sichtlich.
Danach stellte Frau Ebermann den Gästen Frau Ulrich vor. Die sehbehinderte junge Frau stellte dem Publikum zu Beginn ihrer Ausführungen ohne Umschweife eine Frage: „Können Sie eigentlich lesen und schreiben?“. Verblüffte Blicke waren die Reaktion der Anwesenden. In der Vorstellung ihres persönlichen Werdeganges erklärte Frau Ulrich dann ihre Anfangsfrage. Sie machte klar, wie es sich anfühlt, wenn man in seiner Bewerbungsvita das abgeschlossene Abitur stehen hat und im Vorstellungsgespräch genau diese Frage gestellt bekommt. Sie erklärte den Gästen einige ihrer Hilfsmittel, die ihr zur Verfügung stehen, um im Job bestehen zu können. Dazu gehörten zum Beispiel eine spezielle Vergrößerungslupe und eine Ansager für die Abfahrtszeiten der Züge. Sie fand eine gute Überleitung zur nächsten Dozentin, indem sie die Finanzierungsmöglichkeiten der Hilfsmittel über das Integrationsamt erläuterte.
Im Anschluss an die überzeugenden Darstellungen der beiden Frauen war die Vertreterin des Intergrationsamtes Frau Harig-Sonnenberg an der Reihe. Sie erklärte die Struktur und Zuständigkeit des Integrationsamtes und dessen Möglichkeiten der Unterstützung von Arbeitgebern an Best-Practice-Beispielen. Auch der Vertreter der einheitlichen Ansprechstelle für Arbeitgeber Herr Wiener stellte sich den Fragen der Unternehmer. Die anschließende Pause gab allen Beteiligten eine gute Gelegenheit zum direkten Austausch. Rege Unterhaltung prägte das Bild und viele Fragen wurde im 1-1-Gespräch beantwortet. Einige Fehlinformationen und Vorbehalte gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung konnten aus dem Weg geräumt werden, vor allem an Beispielen von Menschen mit Handicap, die am Arbeitsmarkt erfolgreich tätig sind. Frau Firmenich äußerte sich sehr nachdenklich, dass wohl nach der Schulausbildung für die meisten Menschen mit Behinderung eine Tortour in Bezug auf Ausbildung, Studium und Arbeit beginnt.
Nach der Pause stellte Frau Ebermann sehr emotional eine Projektidee des Vereines Arbeit und Toleranz e.V. vor. Das im Aufbau befindliche Projekt „Jobomat“ soll eine interaktive Onlineplattform werden, auf der sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit Handicap digital kennenlernen sollen. Max Rose stellte als Softwareentwickler den derzeitigen Prototypen vor. Die Onlineplattform kann durch interaktive Bedienung gesteuert werden und soll so den Vorstellungs- und Kennenlernprozess individueller gestalten. An dieser Stelle sollen die Kenntnisse und Fähigkeiten im Vordergrund stehen und die Einschränkungen nicht verschwiegen werden. Man bemerkte schnell, dass viele Dinge, die bis dahin als Problem benannt wurden, in der Entwicklung der Onlineplattform schon eingeflossen sind. Die anwesenden Gäste waren sofort von der Idee beeindruckt. Die gestellten Fragen dazu wurden beantwortet und die neuen Ideen aufgenommen. Der zeitgemäße Charakter der Plattform fand sofort seine Fans.
Mit einem richtungsweisenden und sehr positiven Schlusswort von Frau Ebermann fand die Veranstaltung ein schönes Ende. Sie wies darauf hin, dass Inklusion kein Selbstläufer ist. Viele Berührungsängste müssen überwunden und Vorurteile abgebaut werden. Sie erklärte, dass der Verein regionale Arbeitgeber sucht, die sich bereit erklären, an dem Modellprojekt „Jobomat“ mitzuarbeiten. So soll künftig auf der Plattform die Seite der Arbeitgeber erarbeitet werden, die ihre Praktikumsplätze und Stellenangebote auch Menschen mit Behinderung zugängig machen möchten. Der Geschäftsführer der MWE bat darum, diese überzeugende Veranstaltung in einer zweiten Auflage zu wiederholen, um noch mehr Arbeitgebern die Möglichkeit der Information und Aufklärung anzubieten. Die anwesenden Mitglieder des Vereins Arbeit und Toleranz e.V. zeigten sich über die positive Resonanz und das Feedback der Teilnehmer der Veranstaltung sehr erfreut.
Klar war am Ende der Veranstaltung auf jeden Fall: Wer mit einer Behinderung lebt, lernt mit Problemen umzugehen und findet kreative Lösungen für die Probleme. Das sind Stärken und Qualitäten, die sich unsere regionalen Unternehmen auf keinen Fall einfach so entgehen lassen sollten.

„Vorbehalte unbegründet “

Gehen Sie mit uns neue Wege zur Neuanschaffung, Erhalt und Sicherung von Arbeitskräften.
Räumen wir Fehlinformationen und Vorbehalte gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung aus dem Weg mit Best-Practice-Beispielen von Menschen mit Handicap, die am Arbeitsmarkt erfolgreich tätig sind. Kompetente Dozenten aus dem Fachbereich Personal beantworten Ihre Fragen zum Thema Beschäftigung von Menschen mit Handicap und stellen Möglichkeiten der Unterstützung und Eingliederung vor.
Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der MWE (Mittweidaer Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft mbH) im TechnologiePark Mittweida GmbH, Leipziger Str. 27 in 09648 Mittweida statt. Geplant ist von 9:30 Uhr bis ca. 10:30 Uhr ein moderierter Austausch, nach einer kleinen Kaffeepause (ca 30 Minuten) Vorstellung von e-learning und dem Aufbauprojekt „Jobomat“ (interaktive Onlineplattform) bis ca. 12.30 Uhr. Beide Onlineplattformen bringen die Akteure durch einfache Bedienung zu einem gegenseitigen und zeitgemäßem Mehrwert. Seien Sie neugierig!

Ein weiterer Spitzensportler hat zur Veranstaltung "Spitzensport trifft Handicap" in Mittweida zugesagt.

Karl Bebendorf 2019 / 2020 / 2021: Deutscher Meister (3000 m Hindernis) und Olympiateilnehmer 2021 in Tokio. Lernt ihn kennen und meldet euch unter Anmeldung zu Spitzensport trifft Handicap für den 07.11.2021 an.

Wir holen ihn nach Mittweida.

Paralympics Sieger 2016 und 3. Platz 2020 in Tokio, Weltmeister 2017 und Vize-Weltmeister 2015, 2019, und Vize-Europameister 2016, 2018 im Kugelstoßen.
>>> Niko Kappel <<< Meldet euch unter Anmeldung Spitzensport trifft Handicap 2021 an und lernt ihn am 07.11.2021 in der Sporthalle am Schwanenteich in Mittweida kennen.

Jetzt können wir so richtig loslegen.

Wir konnten uns für 1.000 Euro endlich eigene Computertechnik zulegen. Unsere neuen Laptops sind nicht nur wahre Schmuckstücke sondern echte Helfer. Wir haben nun die Möglichkeit, all unsere Vereinsdaten zentral zu speichern. Jedes Vereinsmitglied, kann mobil mit diesen Geräten arbeiten, je nachdem ob gerade „Spitzensport trifft Handicap“ oder eine Vereinssitzung geplant wird oder ob wir Korrespondenzen mit den Behörden, der Stadt Mittweida oder anderen Aufgabenträgern vorbereiten müssen.
Wir sind happy über diese Arbeitserleichterung. Danke an die Stiftung der Sparkasse!

PRESSEMITTEILUNG

Barrieren im Kopf abbauen: Verein präsentiert innovative Lösung gegen Fachkräftemangel

Am 20. März fand in den Räumen der Werkbank 32 auf der Bahnhofstraße in Mittweida eine ganz
besondere Veranstaltung des Vereins Arbeit und Toleranz e.V. statt. Der Verein hatte mit dem
Aufruf „Innovative Unternehmer gesucht“ geladen, um vorzustellen, wie Personalsuche neu
gedacht werden kann.
Während viele Unternehmen händeringend nach qualifiziertem Personal suchen, bleibt ein
beachtliches Potenzial am Arbeitsmarkt oft ungenutzt: Menschen mit Einschränkungen. Dass dies
meist nicht an mangelnder Qualifikation, sondern an technischen Hürden und unbegründeten
Vorbehalten liegt, verdeutlichte die Infoveranstaltung „Vorbehalte unbegründet“, zu der der Verein
Arbeit und Toleranz am Freitag eingeladen hatte.

Ein Experiment, das die Perspektive wechselt

„Stellen Sie sich vor, Sie sind ein hochqualifizierter Softwareentwickler, aber Sie sehen den Cursor
auf Ihrem Bildschirm nicht. Sie hören die Sprachausgabe nicht, weil die Seite nicht programmiert
wurde, um mit Ihnen zu sprechen.“ Mit diesen Worten bat Moderatorin Antje Ebermann die
geladenen Gäste – darunter Vertreter des Kommunalen Sozialverbandes, der Industrie- und
Handelskammer sowie regionale Unternehmer –, für einen Moment die Augen zu schließen. Der
emotionale Einstieg machte deutlich: Inklusion ist kein abstraktes Sozialthema, sondern eine Frage
des Zugangs und der Gestaltung unserer Arbeitswelt.

Digitaler Brückenschlag: arbeitundtoleranz.de

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Vorstellung des neuen Portals zur Jobvermittlung für
Menschen mit einer Behinderung. Die Plattform ist weit mehr als eine gewöhnliche Jobbörse. Sie
ist ein Pilotprojekt, das zeigt, wie moderne Technik Barrieren einreißen kann.
Wie das in der Praxis aussieht, demonstrierte Frau Schlegel von der Ergänzenden unabhängigen
Teilhabeberatung (EUTB) eindrucksvoll. Als blinde Fachkraft navigierte sie live vor den Augen des
Publikums durch das Portal – allein mit der Tastatur und einem sogenannten Screenreader, der
Bildschirminhalte in Sprache übersetzt. Auf der anderen Seite zeigte Frau Bauer, Geschäftsführerin
der Chemnitzer Immobilien- und Wohnungsmanagement, wie intuitiv Unternehmen
Stellenanzeigen schalten können, die gezielt Informationen zur Barrierefreiheit enthalten. „Der
Prozess ist so gestaltet, dass Arbeitgeber nicht mehr Zeit investieren als bei anderen Portalen, aber
sofort die richtigen Fragen beantworten“, so Ebermann.
Die neue Website des Verein Arbeit und Toleranz e.V. erfüllt höchste Standards zur Barrierefreiheit
(Kontrastreichtum, Skalierbarkeit, Screenreader-Optimierung) und dient damit als Best-PracticeBeispiel für digitale Teilhabe. Während der Veranstaltung wurde klar, dass Technik in der
Arbeitswelt Barrieren abbauen kann.
Wirtschaftliche Fakten statt Mythen
Antje Ebermann räumte in ihrem Vortrag mit dem Vorurteil auf, Inklusion sei ein finanzielles oder
organisatorisches Wagnis. Sie präsentierte drei Kernargumente, die Inklusion zum Erfolgsfaktor für
Betriebe machen:
• Hohe Bindungskraft: Statistisch gesehen ist die Fluktuation bei Mitarbeitern mit
Behinderung deutlich geringer. Unternehmen gewinnen loyale Teammitglieder, die eine
enorme Motivation mitbringen.
• Gezielte Fachkräftesicherung: Das Portal fragt nicht nur nach dem Lebenslauf, sondern
klärt im Vorfeld Rahmenbedingungen wie Rollstuhlgerechtheit oder Arbeitsassistenz. Das
spart den Unternehmen Zeit und verhindert Fehlbesetzungen.
• Finanzielle Sicherheit: Inklusion wird staatlich massiv gefördert. Frau Harig-Sonnenberg
vom Kommunalen Sozialverband (KSV) erläuterte die rechtlichen Rahmenbedingungen und
zeigte Wege zu Lohnkostenzuschüssen und zur Übernahme von Kosten für
Arbeitsplatzanpassungen auf. Sie ging auf wichtige Fragen von Unternehmern ein: Was ist
mit dem besonderen Kündigungsschutz?, Wie funktioniert das mit der Ausgleichsabgabe?,
Wer unterstützt mich eigentlich langfristig?
Ein Appell an die Region: „Einfach anfangen“
In einer abschließenden Blitzantwort-Runde gaben die Akteure der Veranstaltung wichtige
Impulse. Auf die Frage, was Inklusion in der Region zum Erfolg führen kann, lautete die Antwort
stellvertretend für den Grundtenor des Tages: „Aufhören zu warten und stattdessen einfach
anfangen.“
Die Veranstaltung endete mit einem regen Austausch zwischen Unternehmern und Beratern. Die
Botschaft des Tages war klar: Inklusion ist keine Einbahnstraße und kein reiner Akt der
Nächstenliebe, sondern eine professionelle Antwort auf den Fachkräftemangel unserer Zeit. Aus
den Gesprächen formulierten die Akteure klare Zielsetzungen für die kommenden Monate. Im
Fokus steht dabei, das neue Portal arbeitundtoleranz.de zu etablieren. Die Plattform soll zur
zentralen Anlaufstelle für inklusives Stellenangebote in der Region Mittelsachsen und darüber
hinaus werden. Der Verein strebt eine stetig wachsende Zahl an registrierten Unternehmen an, um
die Vielfalt der angebotenen Stellen zu erhöhen.
Aufruf zur Interaktion: „Inklusion lebt vom Mitmachen“, fasste Antje Ebermann die Ziele
zusammen. Interessierte Unternehmen, die dem Fachkräftemangel mit innovativen Ansätzen
begegnen wollen, sind ausdrücklich aufgerufen, ihre offenen Stellen in das Portal einzutragen oder
dazu Kontakt zum Verein aufzunehmen. Dabei unterstützt der Verein aktiv bei der barrierefreien
Gestaltung der Anzeigen und bei der Kontaktaufnahme zu Experten.

Rückblick auf Spitzensport trifft Handicap 2021

Videobeitrag von Mittelsachsen TV zur Veranstaltung Spitzensport trifft Handicap 2021
Bereits zum zweiten Mal lud unser Verein Arbeit und Toleranz zu „Spitzensport trifft Handicap“ in die Sporthalle am Schwanenteich.
Rund 75 Teilnehmer:Innen, mit und ohne Handicap trafen sich an diesem 7. November in Mittweida. Mit Betreuern, Zuschauern und Gästen waren es 100 Personen, welche die Veranstaltung miterlebt haben. Mit Spitzensport trifft Handicap wollen wir innerhalb und außerhalb des Vereins dem Thema Inklusion praktische Impulse geben.
Link zu Video https://www.youtube.com/watch?v=9nBP3nl9x6A

Spitzensport trifft Handicap 2024

„Es geht, man muss es nur wollen“.
So titelte im Anschluß an die dritte Auflage der Veranstaltung Spitzensport trifft Handicap die Freie Presse in ihrem Lokalsportteil.
Auch dieses Jahr ging es wieder darum, Menschen mit und ohne Behinderung zusammen zu bringen. Der Sport stand natürlich auch dieses Jahr im Vordergrund. In verschiedenen Sportarten konnten sich unsere Teilnehmer ausprobieren. Rund 90 Teilnehmer, mit und ohne Handicap trafen sich an diesem 14. April in Mittweida. Mit Betreuern, Zuschauern und Gästen waren es 150 Personen, welche die Veranstaltung miterlebt haben.

Los ging es mit Marco Thomä. Seine Sportart ist Trial-Biking. Er ist zweifacher Weltmeister, zweifacher Europacup Sieger, achtfacher deutscher Meister und fünffacher ostdeutscher Meister im Fahrrad Trial. Die Tricks auf dem Fahrrad begeisterten wirklich alle in der Sporthalle. Im Anschluß nahmen die Teilnehmer die Fahrradstrecke in Beschlag. Mit den Fahrrädern des Radkultur-Tentrum Vogtland e.V. konnten unserer Teilnehmer mit und ohne Handicap gemeinsame Runden drehen. Viel Begeisterung und gemeinsamer Spaß stand in den Gesichtern geschrieben.

Weiter ging es mit der Sportart Sitzvolleyball. Es ist eine Variante des Volleyballs, die unter anderem im Behindertensport verbreitet ist. Das Spiel wurde in den Niederlanden erfunden und orientiert sich am Volleyball. Es wurde so modifiziert, dass es auch von Menschen mit Behinderung gespielt werden kann. Sitzvolleyball wird auf dem Hallenboden sitzend gespielt.
Die Sitzvolleyballer aus Leipzig vom sächsischen Landesstützpunkt im Sitzvolleyball übernahmen das Kommando und schnell bildeten sich gemischte Mannschaften, die den Ball über das Netz brachten. Gar nicht so einfach im Sitzen. Auch hier hatten alle Teilnehmer viel Spaß.
Nach einer Pause freuten wir uns auf Annabelle Tschech-Löffler im Gerätturnen. Annabelle (13 Jahre) gewann 2023 als jüngste Teilnehmerin bei den Special-Olympic-Games in Berlin am Stufenbarren -bronze. Sie kam mit Downsyndrom auf die Welt und hat hier in Mittweida bewiesen, dass es geht – man muss es nur wollen.

Spitzensport trifft Handicap soll schon lange keine reine Sportveranstaltung mehr sein. Grundlegend geht es darum, Menschen mit Beeinträchtigung eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dazu zählt auch der Bereich des Arbeitslebens. Deshalb haben wir uns ganz besonders über einen Infostand der Bundesagentur für Arbeit gefreut. Das zeigt uns, dass das Interesse der Arbeitgeber wächst und bestärkt uns darin, weiter zu machen.

Wir möchten uns bei allen Sportlern, Teilnehmern und besonders bei allen Unterstützen bedanken.